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Mittwoch, 8. April 2020 - 09:39 Uhr
Nur für heute.....



Es kommt mir so vor wie wenn die Erde uns
in ein Zimmer sperrt und sagt: "Überlegt euch mal was ihr getan habt. Wenn ihr es wisst, dürft ihr wieder raus kommen und es besser machen."

Diese Zeit gibt dem Einen oder Anderen die Möglichkeit über verschiedene Aspekte im Leben, nachzudenken.
Unsere Slogans sind mir sehr wichtig und werden es in moment immer mehr.

Nur für heute.....

Loslassen.....und Gott überlassen.....

Machs nicht kompliziert....

Das Wichtigste zuerst.....

Nichts kann ich planen. Nichts ist mehr verlässlich. Nichts gibt mir Sicherheit. Alles ist offen....
Alles liegt nun an mir, weil alles liegt nun an IHM. Jetzt ist es für mich widerum einmal mehr von entscheidender Bedeutung, wie meine Beziehung ausieht zu IHM. Zu meiner Höheren Macht.

Unser Leben ist heute schon nicht mehr dasselbe wie vorher. Veränderung gehört zum Leben. Wie es am Ende dieser Krise aussieht würde mich zerschmettern, wenn ich nicht den HALT in meinem Gott hätte.

Ich mag keine Unsicherheit. Ich mag es nicht, wenn meine Ferien ins Wasser fallen. Ich mag es nicht wenn unsere Tochter arbeitslos würde. Ich mag es nicht wenn ich nicht frei sein kann. Ich mag es nicht wenn mir diktiert wird unter drohen was ich noch darf und was ich zu unterlassen habe.

Trotz all den negativen Facetten vom heute, ist mein da und jetzt auch mit sehr viel wertvollem bespickt.
Mein Mann und ich gehen seit einpaar Wochen wieder gemeinsam ins Gebet. Wir erleben Gott.
Ich habe keine Physio/ Massage/ Gesprächsgruppe/schwimmen 3mal die Woche....und mehr Zeit für unsere Tochter/ Hobbys/ Garten/ Puzzles/ Telefonate/ Familie/ Mutter/ backen....usw

Ich backe 1 mal pro Woche eine Ladung Kuchen für die Fräsereiabteilung meines Mannes. Seine Klienten haben jedesmal eine riesen Freude.
Im Garten war ich noch nie um diese Jahreszeit soweit, wie jetzt!
Fenster habe ich schon einige geschafft und den grossen Hauskehr machen meine Tochter und ich jetzt zusammen.
Ich lebe bewusster und aufmerksamer den kleinen Dingen im Lebeb gegenüber. Ich schätze alles mehr. Bin dankbarer geworden.

Diese Entschleunigung tut mir, meiner Seele, meinem Körper und meinem Geist gut. Trotz all dem was rund um uns geschieht und noch geschehen mag fühle ich mich nicht geängstigt. Ich bin sicher unter SEINEN FLÜGELN.

Ich bitte um Gelingen unserer geplanten Sommerferien in Zakynthos, wo wir zu unserer Tochter fliegen wollen. Deshalb habe ich diesen Stein gemalt, der mich positiv stimmt unserem Vorhaben gegenüber und mich zum beten motiviert.

Ich lasse los und überlasse es IHM !!!

In diesem Sinne will ich Euch beflügeln und grüsse von Herzen und in tiefer Dankbarkeit

Corinne Al-Anon

Bild: Marathonisi (Schildkröteninsel) in Zakynthos Griechenland

Samstag, 28. März 2020 - 09:40 Uhr
Abschied oder weiter?

Heute morgen lag ich im Bett und erwachte ganz ruhig und zufrieden.

Dabei viel mein Blick auf jetzt meines, aber von meiner Tochters, Nachttischlämpli.

Da kam mir der Gedanke, das das Lichterlöschen die letzte Tätigkeit in Ihrem Leben war.

Nein, es stimmt mich nicht traurig, denn ich darf ihre Tätigkeit nun jeden Abend weiterführen.

Ohne solche Gedanken wollte ich spontan dieses Lämpli. Mein Nachttischlämpli war einfach kaputt.

Nun, ich weiß gar nicht, ob ich diese Ruhe, solchen Gedanken zu begegnen ohne Coronavirus platz gehabt hätten.

Ich bin auf jeden Fall dankbar dafür, dass ich meine innere Ruhe und Gelassenheit Schritt für Schritt wiederfinde.

Natürlich im Bewusstsein, dass ich dies unserm Werkzeug in AA und Al-Anon zu verdanken habe.

Dankbar, dass ich es aber umsetzen darf.

Gestern ist eine liebe aa2aa Online Meetingfreundin gestorben. Sie durfte nach langer Leidenszeit einschlafen.

Sie wird mir aber fehlen. Sie hatte eine manchmal fast herbe Art, AA zu interpretieren. Aber immer hatte sie recht.

Ihre Beiträge, ihr Denken werden mir unsagbar fehlen.

Ich habe durch dieses Onlinemeeting gelernt, meine Gefühle, meine Empfindungen in schriftliche Worte abzulegen.
Sie half mir dabei mit Ihrer Art enorm.

So, nun bin ich etwas ins Plodern gekommen, aber es tut im Moment gut.

Ich wünsche uns allen ein schönes Wochenende.
Eure Jolanda, Alkoholikerin



Mittwoch, 25. März 2020 - 18:31 Uhr
Der 25.

Ja, heute vor 4 Monaten ist meine Tochter gestorben.
Es waren turbulent Monate, in jeder Richtung gesehen.

Heute bin ich einfach traurig. Ich vermisse Sie . Gleichzeitig weiss ich aber, dass sie immer einen Platz in meinem Herzen hat.

Ich konnte sie in Liebe loslassen, denn ich bin ganz tief in mir sicher, dass es Ihr jetzt gut geht.

Ich bin dankbar, dass ich die ganze schwere Zeit ohne Alkohol überstanden habe.

Ich bin auch sehr dankbar, dass ich in AA und Al-Anon ein zu tiefst gutes Werkzeug mit auf den Weg bekommen durfte.
Ich konnte und durfte es annehmen und gebrauchen.

Ich fühlte mich von den 2 Gemeinschaften getragen und begleitet. Hab ich es nicht gut.

Mein Sohn sagte heute: Die letzten 4 Monate haben mein Leben so über den Haufen geworfen, sodass mir die ganze Umstellung wegen dem Coronavirus gar nichtsmehr antun kann.

Mir geht es gleich. Ich bleibe zu Hause und geniesse die Zeit, die Ruhe und die Entschleunigung.

daher haben mich die heutigen GzT ganz speziell gut angesprochen.

In AA und Al-Anon Verbindung
Herzlichst Jolanda, Alkoholikerin
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Leben mit AA Gedanken zum Tag

25. März

Ein erfülltes und dankbares Herz

Ich versuche ernsthaft, mich an die Wahrheit zu halten, dass ein volles und dankbares Herz sich nichts vormacht. Wer voller Dankbarkeit ist, dessen Herzschlag strömt nur Liebe aus, die schönste Empfindung, die wir kennen.
Wie Bill es sieht, S. 45


Ich glaube, dass wir in AA dadurch bevorzugt sind, dass wir ständig daran erinnert werden, wie notwendig es ist, dankbar zu sein, und wie wichtig Dankbarkeit für unsere Nüchternheit ist. Ich bin wirklich dankbar für die Nüchternheit, die Gott mir durch das AA­Programm geschenkt hat, und ich bin froh, dass ich zurückgeben kann, was mir ohne Verpflichtung gegeben wurde. Ich bin nicht nur für die Nüchternheit dankbar, sondern auch für die Lebensqualität, die sie mir gebracht hat. Gott war so gnädig, mir nüchterne Tage und ein Leben des Friedens und der Zufriedenheit zu schenken sowie die Möglichkeit, Liebe zu geben und zu empfangen und anderen zu dienen – in unserer Gemeinschaft, meiner Familie und meiner Gemeinde. Für all dies habe ich ein „erfülltes und dankbares Herz“.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.







Montag, 16. März 2020 - 17:42 Uhr
Coronameeting

Gestern konnten unser neues gemeinsames Sonntagsmeeting mit den Al-Anon Freunden nicht stattfinden, da die Kindertagesstelle geschlossen ist.

Wir waren zuerst recht traurig und besprachen mal zuerst über organisatorisches.

Es verging aber nicht viel Zeit, dass mein Händy wieder quitschte.

Der ......... hat den Vorschlag gemacht, dass wir doch während der Meetingszeit, miteinander einen Spaziergang machen könnten.

Das kam bei uns gut an und wir machten dies.

Zuerst warteten wir, ob noch welche kommen, da die Zeit der Absage sehr kurz war. Dann spazierten wir ganz gemütlich plaudernd zum Rhein runter.

Das war ein wunderbares Freiluftmeeting. Zwischendurch haben wir aber sehr viel gelacht. Die Sonne machte auch mit, einfach herrlich und dies so spontan.

Spontan hatten wir dann mal auch Hunger.
Das Restaurant vom Camping hatte offen, wir sassen auf der Terasse und genossen das Essen und das schöne Besammensein.

Diese Spontanität war einfach fantastisch.

Mir persönlich tat dies doppelt gut, denn ich bin dabei, mich wieder im alltäglichen Alltag einzunisten. Dieser Tag zeigte mir, wie schön es sein kann.
Da kann mir auch der C Virus nichts anhaben.

Dabei kamen mir dann die GzT vom 7.3. in den Sinn:
Leben mit AAGedanken zum Tag

7.März

Bereitschaft ist der Schlüssel

Haben wir einmal den Schlüssel der Bereitschaft benutzt und die Tür ein wenig geöffnet, erkennen wir, dass wir sie immer weiter aufmachen können.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 33

Ja, all unsere Türen waren mehr oder weniger ein Spalt offen und wir waren bereit, uns spontan auf das einzulassen.

Ja, so war und ist und bleibt es für immer. Meine Tür soll immer offen sein , damit meine Bereitschaft für immer spontan bereit ist.
Was hab ich doch für ein Glück, so ein riesig gutes Werkzeug immer griffbereit zu haben.

Das erlebte ich in den letzten schweren Monaten so oft.

Aber immerwieder stand fest, es funkioniert.
Dafür bin ich ganz tief dankbar.

In lieber AA Verbundenheit Jolanda, Alkoholikerin





Mittwoch, 19. Februar 2020 - 13:35 Uhr
Vertrauen lohnt sich doch....!!


Was mich am meisten Überwindung gekostet hat und immer noch kostet - ist Vertrauen zu haben.

Unehrliche Menschen haben mich ziemlich misstrauisch gemacht. Es ist reine Gnade dass ich trotzdem eine offene, lustige und ehrliche "Menschin" bin.

Die lange Krise mit meinem AA und die fehlende Komunikation vor- in und nach der Krise, sind auch nicht gerade hilfreich gewesen. Die vielen Lügen, aus lauter Schaam, sind der Ursprung des Misstrauens.

Jedesmal wenn ich einen Verdacht habe, und es ist egal in welchem Bereich, wollte ich keine Konfrontation wagen um nicht wieder angeschummelt zu werden. Die Enttäuschung würde mich mehrere Schritte zurüch werfen, war meine Entschuldigung.

Also ist der Weg nichts zu sagen das Beste, zur Zeit. Für mich gibt es dann nur den Austausch mit meiner höheren Macht. Alles abgeben, loslassen, nur für mich schauen und um Führung bitten. Viele Slogans treffen den Nerv für diese Situation!!

Vieles ist in der Veränderung bei mir und meinem AA. Es sind Babysteps, doch es sind Steps und ich will genügsam sein.
Selbst bei Wünsche oder Ferienplanung ist mein Gott nicht zu geizig um zu handeln.
Ein riesen Geschenk hat er uns gemacht für diesen Sommer und unsere Auszeit in Griechenland. Wir können es noch kaum fassen.

Wenn ich an Wunder glauben will, weil ich selbst Eins bin, MUSS ich lernen Gott, den Menschen und Situationen einen Vertrauenskredit zu geben. Dinge, Tatsachen die noch nicht sind, aussprechen als ob sie schon wären. Ohne Furcht und zögern, mit Überzeugung und viel Mut.

Meine Erfahrung ist es, und dies teile ich mit Euch, es lohnt sich bestimmt! Es hat sich in meinem Fall gelohnt und es wird sich weiter lohnen. Melde nicht Konkurs an, nein....verteile Kredit!!!

In diesem Sinne ein freudig gebendes Herz wünsche ich Euch Allen.

In Al-Anon verbunden grüsse ich und verteile jedem von Euch einen riesen Vertrauenskredit.
Corinne

Der Löwe Juda's




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