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Donnerstag, 1. August 2019 - 00:12 Uhr



Mein Nachbar war übrigens gestern abend in Zürich, als ich mit den Kopfhörern
auf dem Balkon sass und hatte - ohne dass wir es voneinander wussten -

den gleichen Sound im Ohr wie ich.

Wie ich das herausgefunden habe? Na über den Status im Whatsapp natürlich.
Da hatte er das Bild von Pink gepostet. Ich dachte, ich falle aus den Pantoffeln!

Wie cool ist das denn!

Mein Nachbar könnte vom Alter her mein Sohn sein.

Wir verstehen uns supper seit dem ersten Tag unserer Nachbarschaft
und das ist nun schon ein paar 24 Stunden her.

Zum Glück glaube ich nicht mehr an Zufälle.
Ich glaube an meine Höhere Macht

und an eine Aura, die uns umgibt, die unsere Gedanken und Gefühle
enthält und uns mit den Menschen auf der selben "Wellenlänge" verbindet.

Darum heisst es ja auch "Wellenlänge".
Es hat etwas mit Frequenzen, mit Energie, mit Strom zu tun.

Heute hatte ich eine Begegnung mit Freunden, die ich eine Weile nicht gesehen
habe und die in der Zwischenzeit ein neues Auto fahren.

Wir haben uns kurz vor Ladenschluss in der Stadt getroffen,
sind uns fröhlich in die Arme gefallen und haben einander erzählt.

Im Parkhaus standen unsere Fahrzeuge nebeneinander! Ich hatte Ihren Wagen
nicht erkannt, aber intuitiv daneben parkiert. Sie hätten sofort gewusst,

dass ich in der Nähe bin, selbst wenn wir uns nicht über den Weg gelaufen wären,
denn es gibt weit und breit nur einen königsblauen BORA wie meinen

Ich bin überzeugt, dass meine "Wellenlänge" sich im Laufe meiner Genesung
in Al-Anon laufend verändert - hin zu Gelassenheit, Geduld, Freude und Zufriedenheit.

Und das wird kontinuierlich dazu führen, dass das Drama, das Gejammer,
die Negativität immer weniger Platz in meiner Aura haben.

Einige Menschen werden aus meinem "Dunstkreis" verschwinden und andere
auf meinem "Radar" auftauchen.

Ich freue mich darauf, in aller Liebe und mit all meinem Mitgefühl für alle
meine Brüder und Schwestern.

Oder wie ein lieber Freund einmal so treffend sagte:" Ich liebe alle,
aber ich mag nicht jeden."

So wie ich nicht jeden Sound auf die Ohren lasse,
bleibt irgendwo auch mein Gartenzaun stehen.

In fröhlicher Verbundenheit,
Brigitte




"Meine Beziehungen sind sinnvoller geworden.

Meine Welt ist weiter geworden.
Mein Vertrauen ist tiefer;

ich respektiere mich selbst mehr.

Ich muss nicht mehr nach deinen Vorstellungen leben,
deshalb kann ich auch sehen, wer du bist.

Nachdem meine Fähigkeit zu sehen wiederhergestellt war,
hörte ich auch wieder besser.

Ich kann hören, was du magst, was du brauchst,
ohne mich bedroht zu fühlen.

Ich kann von dir lernen und meine Einzigartigkeit dabei bewahren.

Ich kann mit dir zusammen sein und erwarte nicht,
dass du nach meinen Vorstellugen lebst."

aus "Wie wir es verstanden." Seite 230








Mittwoch, 31. Juli 2019 - 13:48 Uhr
Bluupph....daa bini wieder...



Ich bin in die Ferien geflogen mit dem kleinen Büchlein "Mut zur Veränderung". Auch habe ich MICH ganz mitgenommen in diese Auszeit. Konnte kein Stück von mir zuhause lassen.

In dieser stressigen Zeit der Vorbereitung, der Reise und Ankunft ist mir erneut aufgefallen, dass Wiederholungen von einer ganz bestimmten Sache in meinem Leben, mich immer mal wieder erstarren lassen.

Kritik, Besserwisserei und Verurteilen ist etwas was mein Kopf ganz von alleine tut.

Blupph.....und die Flaschenpost zeigt sich!!

Es kostet mich enorm viel Kraft und Energie in gewissen Umständen, diese Worte in meinen Gedanken nicht auszusprechen. Manchmal nimmt es mir fast den Atem.

Ich ringe mit mir selber. Und nur wenn ich anfange, mich ehrlich zu fragen, ob ich selber in diesem oder jenem Bereich besser abschneiden würde; finde ich heraus, dass ich dieses Verhalten auch in mir trage. Vielleicht nicht in der gleichen Ecke, dafür in einer anderen. Beides steckt in mir. Das Gute und das weniger Gute.

Eine Flaschenpost hat es grundsätzlich so an sich, dass sie eine Botschaft oder Schatzkarte in sich trägt. Meine will mir auch etwas sagen. Schau hin....!! Spüre....!! Fühle....!! Lass es zu. Suche den Ursprung.

Meine innere Härte ist für mich ein sehr schwieriges Programm. Von Kindesbeinen an trainiert und jahrelang weiter praktiziert und ausgelebt.

Wenn die Wellen hochschwappen sehe ich ab und zu die ganze Flasche, wie sie sich in ihrer vollen Pracht zeigt. In diesem Moment konnte ich dann also mein Mundwerk nicht halten.

Doch auch diese Variante will ich annehmen, denn sie gehört zu mir. Ich will mich ja lieben lernen.

Diesem kleinen Mädchen in mir versuche ich immer mehr die Möglichkeit zu geben, sich selbst fragen zu dürfen, was es in diesem Augenblick sieht, spürt und fühlt. Diese Gefühle und Situationen will ich zulassen und annehmen, dort wo sie das erste Mal passiert sind. So, dass dieses Kind in mir gesunden darf und auch kann.

Wellengang, Wind und Stürme gehören zum Leben und sind Chancen sich selber besser kennen zu lernen.

Meine Wurzeln verankern sich damit tiefer in die Erde, so dass meine Flaschenpost, zu ihrer Zeit, an Land gespült wird und zur Ruhe kommt.

Ich bin zuversichtlich mit meiner HM.

Danke, dass ich die Möglichkeit habe, mit Euch diese Erkenntnisse zu teilen. (Brauchte 4 Anläufe)

Verbunden in Al-Anon & AA
Herzlichst Corinne Al-Anon




Mittwoch, 31. Juli 2019 - 04:39 Uhr



"Ich weiss nicht, wie man sich in meinem Alter benimmt.
Ich bin bisher noch nie so alt gewesen."

(Text auf deutsch beim Foto oben)





Gestern um 17.00 Uhr haben meine Kurzferien angefangen.
8 Tage für mich und für das, was mir Spass macht.

Die Wäsche habe ich schon erledigt und der Tisch ist auch
gedeckt für den Brunch mit meiner Sponsorin.

Irgendwann war da auch mal die Idee, schlafen zu gehen.
Aber dann hat sich der Himmel aufgehellt und

ich stand auf einmal wieder auf dem Balkon und hab die Kerzen angezündet.

Mit einem göttlichen Sound auf den Ohren und Adrenalin in den Adern;
wenn Mitternacht vorbei ist, endet das in einer Egoparty vom Feinsten.

Heute hat mich unter anderem der Song "A Million Dreams" (von Pink gesungen)
auf den Beinen gehalten!


Ich schließe die Augen und kann sehen
I close my eyes and I can see

Die Welt, die auf mich wartet
The world that's waiting up for me

Das nenne ich mein Eigen
That I call my own

Durch die Dunkelheit, durch die Tür
Through the dark, through the door

Dort durch, wo noch niemand gewesen ist
Through where no one's been before

Aber es fühlt sich wie zu Hause an
But it feels like home

Sie können sagen, sie können sagen, dass alles verrückt klingt
They can say, they can say it all sounds crazy

Sie können sagen, sie können sagen, ich habe den Verstand verloren
They can say, they can say I've lost my mind

Es ist mir egal, es ist mir egal, also nenn mich verrückt
I don't care, I don't care, so call me crazy

Wir können in einer Welt leben, die wir gestalten
We can live in a world that we design

Weil ich jede Nacht im Bett liege
'Cause every night I lie in bed

Die hellsten Farben füllen meinen Kopf
The brightest colors fill my head

Eine Million Träume halten mich wach
A million dreams are keeping me awake

Ich überlege, was die Welt sein könnte
I think of what the world could be

Eine Vision von der, die ich sehe
A vision of the one I see

Eine Million Träume sind alles, was es braucht
A million dreams is all it's gonna take

Eine Million Träume für die Welt, die wir machen werden
A million dreams for the world we're gonna make

Wir können ein Haus bauen
There's a house we can build

Jeder Raum ist gefüllt
Every room inside is filled

Mit Dingen aus der Ferne
With things from far away

Die besonderen Dinge, die ich zusammenstelle
The special things I compile

Jedes dort, um dich zum Lächeln zu bringen
Each one there to make you smile

An einem regnerischen Tag
On a rainy day



Es ist ein so kraftvoller Song.
Und ich spüre wieder einmal, wie sehr Musik mich stärkt und nährt.

Es sind Worte, die das beschreiben, was wir miteinander bauen:
ein neues Leben, eine neue Welt.

Ein Leben, das in den Händen unserer Höheren Macht liegt.
Ein Leben voller Kraft und Freude.
Ein Leben voller Farbe und Melodien.
Ein Leben voller Mut und Zusammenhalt.

Ein Leben voller Leben.

In tiefer Dankbarkeit,
Brigitte



"A Million Dreams" aus dem Film "The Greatest Showman"
mit Hugh Jackman und Michelle Williams

"Keiner ist jemals etwas Besonderes geworden indem er so war wie alle andern."






Montag, 29. Juli 2019 - 14:28 Uhr
Leuenberg

Ich suche keine Gründe.

Ich hatte einen Weg zurecht gelegt.

Nun bekam ich den Bescheid, dass ich nicht bereits am Freitag anreisen kann.

Finde ich sehr bedauerlich. Denn wenn ich komme, dann konnte ich dies immer tun.

Der Vorabend mit allen Frühanreisenden,
die herzlichen Wiedersehensbegrüssungen am Samstagvormittag,
stimmten mich immer sehr glücklich ein.

Ohne dies ist mir das Ganze zu hektisch und mein Körper reagiert sehr empfindlich.

Nun ja, ich weiss ja, dass ich nicht immer alles haben kann.
Es ist meine Entscheidung, wie ich damit umgehe.

Also lasse ich das Ganze mal ruhen und dann entscheide ich mich.

Ansonsten geht es mir sehr gut. Ich geniesse das wunderschöne Sommerwetter und
das legere Leben. Das brauche ich jetzt besonders.

Ich bin meiner Höheren Macht sehr dankbar,
dass sie mich zum Weg zu AA geführt hat
und ich heute mein Leben trocken geniessen darf.

Da kommt bei mir immer wieder eine demütige Dankbarkeit auf.

Nun habe ich eine neue Aufgabe, entscheiden,
ob mein Wille, den Weg zu finden, stark genug ist.

Uns allen gute 24 Stunden
In AA Verbundenheit Jolanda, Alkoholikerin





Sonntag, 28. Juli 2019 - 03:03 Uhr



Im Wohnzimmer läuft "Country 108" und hier draussen
ist es mucksmäuschenstill.

Ich habe es mir mit einer heissen Schokolade und einer
warmen Decke auf dem Liegestuhl gemütlich gemacht.

Diese angenehme Kühle ist ein Geschenk des Himmels.
Da wird mein Balkon zur Oase und meine Wohnung zur Finca.

Das sind "DIE NÄCHTE" des Sommers, die ich so unendlich
geniessen kann.

Das sind meine "Gebets- und Meditationsnächte" und die
können vom Inhalt her ganz unterschiedlich sein.

Mal ist da einfach Stille,
Mal ist da Betrieb und Bewegung am Himmel.

Manchmal bin ich die ganze Nacht am kichern
über lustige Videos oder höre gespannt und

gebannt einem Vortrag über die neuesten
Erkenntnisse in einem meiner favorisierten

Forschungsgebiete zu. Manchmal schreibe ich
wie jetzt auf, was grad so aufgeschrieben werden

möchte und manchmal liege ich einfach nur hier
und bin.

Eine Sache aber ist immer gleich: das Kerzenlicht.
Das macht eine so feierliche und friedliche Atmosphäre,

es ist mir durch und durch zum Ritual geworden.

Vorhin habe ich aus Neugierde mal meine Kerzen in
der Wohnung gezählt. Es sind 33, ohne die Laterne,

die vor der Eingangstüre steht; hier auf dem Balkon
sind es nochmal 11. Die Anzahl ist "zufällig"; aber für

die, die sich wie ich auch mit Numerologie befassen,
vermutlich auch keine Überraschung am heutigen

jungen Morgen kurz vor vier.

Tief atme ich die frische Luft in meine genesenden
Lungenflügel. Der Rauchdruck ist noch spürbar,

aber ich kann etwas besser damit umgehen, ohne gleich
Panik zu schieben.

Bis vor kurzem habe ich eine Nacht wie die heutige
"durchgepafft" und zwar so richtig mit Husten und

Geschneuze am Morgen. Gott sei Dank bleibt mir das
heute erspart. Und morgen hoffentlich auch. Und

Übermorgen. Einen Tag nach dem andern. In Gottes
liebenden Armen und mit Euch an meiner Seite.

In tiefer Verbundenheit,
Brigitte


Ps: langsam setzt ein leichter Regen ein. Mein Balkon
ist nur wenige Zentimeter überdacht. Da werde ich
mich zum Schlafen doch noch "verschieben" müssen




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