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Mittwoch, 23. Oktober 2019 - 17:22 Uhr
Ich will zu MIR stehen....!



Stell dir einmal vor, der Tintenfisch hat die
Schnauze voll und er will unbedingt ein Weisskopfseeadler sein, weil das sooo cool ist.
Oder die süsse Schnecke mit ihrem Häuschen will ab sofort ein Haifisch sein.

Oder, wie auf dieser Aquarellzeichnung will urplötzlich das hübsche kleine Segelboot am liebsten ein grosses Kreuzfahrtschiff sein. Was ist nur los mit uns??

Am letzten Samstag, an einem Fest, habe ich einen kleinen Gedankenanstoss vorgetragen, indem die Vielfalt, die Verschiedenartigkeit ein; nein....DER Segen ist.
Es gab eine Zeit, da verstand ich nicht, warum nicht alle so ticken wie ich? ICH bin doch die ultimative Lösung!!
Wie einfältig, unveränderlich und langweilig wäre das wohl? Bei meiner Al-Anon Gruppe lernte ich, mich ehrlich zu betrachten und allmählich purzelten die Masken von meinem Gesicht. Was mich zum Anfang zurück führt....es leuchtet mir ein, dass ich jemand anders sein möchte!!

Doch wenn ich mich als Schöpfung sehe, von einem Schöpfer gestaltet und geführt, dann erfüllt mich das mit Ehrfurcht.
Ich will ein Original bleiben und nicht zu einer billigen Kopie werden.

Zu mir selber stehen, mit allem was ich bin und habe und dazu wird es dann viel einfacher, den Nächsten auch leben zu lassen. Und mit der Zeit macht die Vielfalt richtig Spass.

Dieses komische Vergleichen finde ich in der Natur nirgends. Kein Vogel, kein Baum, keine Blume, kein Tier möchte etwas anderes sein als es ist! Jede Schöpfung respektiert in der Natur sich selbst und seinen Schöpfer und seine Aufgabe hier auf der Erde.

Also....werde ich das auch tun.

In vielfältiger Art Verbunden mit Euch, grüsse ich.

Corinne Al-Anon




Dienstag, 15. Oktober 2019 - 10:31 Uhr
Goldne Abendsonne



Leider kommen die Farben nicht ganz real auf auf das Foto.
Trotzdem kann ich erkennen, wie schön diese goldene Herbstabendsonne scheint und alles herzerwärmend scheinen lässt.

Die Föhnlage hier hebt dies speziell vor.

Herbst als Jahreszeit zeigt mir, dass das Jahr sich auf den Winter vorbereitet.

Herbst zeigt mir aber auch an, dass mein Leben so langsam dem Winter entgegen geht.

Herbst zeigt mir auch, wie schön die Natur sich in allen Jahreszeiten präsentiert und leuchtet.

Ich nehme das goldene Licht und die wunderbar farbigen Bäume heute in meinen Tag mit.

In Dankbarkeit, dass ich auch heute das erste Glas stehen lassen kann. Dies dank AA und euch allen. Danke.

Solange AA in Annehmen und Weitergeben funktioniert, nehme ich gerne alle Anregungen mit in den heutigen Tag.

So habe ich ein schönes Leben.

Ein Leben, das ich annehmen kann, grad so wie es ist.

Herzlichst Jolanda, Alkoholikerin
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14. Oktober


Ein Lebensprogramm

Vor dem Einschlafen gehen wir die Ereignisse des Tages in Gedanken durch. ... Beim Erwachen wollen wir über die 24 Stunden nachdenken, die vor uns liegen. ... Vorher bitten wir Gott, unsere Gedanken zu leiten. Besonders bitten wir darum, dass unser Denken frei bleibt von Selbstmitleid, Unehrlichkeit und selbstsüchtigen Motiven.
Anonyme Alkoholiker, S. 99/100




Mittwoch, 9. Oktober 2019 - 10:36 Uhr
Heute


In letzter Zeit war ich mit mir und meinem ganzen Umfeld im Klinsch. Alles war nicht recht, alle nervten mich, und überhaupt...

Ich verhielt mich weder AA noch Al-Anon würdig. Ich denke, es ist am Schwersten, wenn es um die eigene Familie geht.

Ich dachte wieder einmal für die Andern. Zzzz.

Dabei weiss ich doch, dass ich nur für mich verantwortlich bin. Dass ich die andern nicht ändern kann.

Sie liebevoll begleiten. Ach, das ist so schwer.

Aber ich bin dankbar, dass ich mein verdrehtes Denken erkannte und nun wieder weiss, wie wichtig es ist, immer achtsam zu sein.

Das Whatsapp mit dem Bild oben war für mich Seelenbalsam.

Dieses kleine Glück sende ich allen, die es gebrauchen können.

Meinem Innenleben hat es sehr geholfen.

Herzlichst Jolanda Alkoholikerin
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Leben mit AAGedanken zum Tag

7. Oktober

Täglich aufmerksam sein

Wir setzen die Inventur bei uns fort. ...
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 82




Samstag, 28. September 2019 - 14:01 Uhr



Heute morgen habe ich das Poster oben fotografiert
und im Whatsapp mit Freunden geteilt.

Das war einfach so eine "Eingebung".

Es ging mir nicht so gut heute morgen.
Ist grad schwierig, weil alte Wunden aufbrechen.

Und seit ich nicht mehr rauche, atme ich zwar besser.
Aber die verschiedenen Gefühle, die ich über

Jahrzehnte "eingenebelt" und "verraucht" hatte,
wollen jetzt "ungefiltert" gefühlt werden.

Eine ziemliche Herausforderung für so ein tapferes
Mädchen wie mich.

Gestern ist mein Herz wieder und wieder in tausend
Stücke zerbrochen und mein restlicher Körper

schien über kurz oder lang aus dem Leim zu fallen.
Dann bin ich nach Feierabend ins Auto gesessen

und hab eine Runde geheult. Das hat gut getan.

Heute morgen hab ich meine Sachen zusammengepackt
für die Zugfahrt zu meinen Freunden.

Da es meistens zieht im Zug, habe ich immer einen
grossen Schal dabei. Heute wars der pinkige.

Schon als wir in Chur losfuhren, war es unangenehm kühl
im Abteil und die Dame, die nebenan sass, hatte zwar etwas

für über die Beine, aber nichts um die Schultern dabei.
"As isch mega chalt", meinte sie. Ich bot ihr meinen

Schal an, den sie freudig entgegennahm mit der Bemerkung,
das sei genau ihre Farbe.

Die Frau ihr gegenüber fing an, auch mitzuplaudern und
schon waren wir drei in einem sehr angenehmen

Gespräch über Gott und die Welt. Über Kneippkuren und
Schneemänner, über Stadtmenschen und die Geheimnisse

des Lugnezertals, über Gletscherschmelze und Depressionen.
Es war eine ausserordentliche Begegnung mit soviel

Offenheit und Tiefgang, soviel Freundlichkeit und Wärme;
soviel Gemeinsamem und soviel Humor.

Kurz vor Zürich legte die Dame den Schal auf den Knien zusammen
und scherzte:" Dä palti grad. Dä gfallt miar so guat."

"Jo, denn ghört är jetzt ihna", meinte ich und hab mich
so gefreut, dass meine Höhere Macht mir eine so

schöne Gelegenheit geschenkt hat.

"I bin d Brigitte. Und ma gseht sich immer zweimol."
So habe ich mich von Melanie und Simone versbschiedet.

Mein Herz hat ein Stück Heilung erlebt.


In tiefer Verbundenheit
Brigitte






Samstag, 21. September 2019 - 22:36 Uhr
Das Spiegelbild



Was transportiert mein Wesen, mein
Handeln und meine Mimik zu meinen Mitmenschen? Was nehmen sie wahr und wie wirke ich auf mein Gegenüber?

Seit einiger Zeit frage ich mich, ob ich das was ich zeige, auch der Wahrheit entspricht. Oder überspiele ich den Schmerz, die Trauer, den Frust ....usw?

Als Schmerzpatient habe ich gelernt, nicht zu sehr auf den Schmerz zu sehen. Ablenken, beschäftigen und einen geregelten Tagesablauf einhalten soll mir helfen alles leichter zu ertragen. Ist das richtig?

Meine Gefühle sind manchmal wirr. Und meistens bin ich nicht sehr achtsam mit mir selber. Besonders unlieb bin ich mit mir, wenn ich merke, dass ich von meinem Körper nicht mehr soviel erwarten kann.

Wenn ich es aber schaffe, anzuhalten wenn ich wirr oder unachtsam bin, kann ich lernen zu akzeptieren wie ich fühle. Reflektion MUSS dann sein. Mich selbst anschauen, fragen, in mich hinein hören.....wieso bin ich so? Somit gelingt es mir die Achtsamkeit zurück zuholen. Und meine Situation bejahend anzunehmen. Und DAS...finde ich sehr schwierig.

Jedoch...wenn ich es bejahend annehmen kann, ist es sehr befreiend. Und plötzlich gibt es eine ganz andere, wichtige Aufgabe für mich die ich mit Leichtigkeit erledigen kann.

Schwach sein ist nicht meine Stärke. Ich musste immer stark sein.
Dank Al-Anon bin ich am lernen, dass Schwach sein keineswegs schwach ist. Oft ist es sackstark, schwach zu sein.

Diese Strategie klappt nur selten, aber immer öfter. Und das zeigt mir, dass ich kleine, kleine Schritte vorwärts gehe. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich bin auf dem Weg zur Transparenz damit mein Spiegelbild wunderschön wird, farbenfroh und echt!

Ich danke meiner Sponsorin für ihre Unterstützung und Ermutigung.
Ich bin soo froh in einer Al-Anongruppe zu sein, die mich auffängt, weiterbringt und ermutigt.

In fröhlicher Verbundenheit
Corinne Al-Anon


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