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Samstag, 28. September 2019 - 14:01 Uhr



Heute morgen habe ich das Poster oben fotografiert
und im Whatsapp mit Freunden geteilt.

Das war einfach so eine "Eingebung".

Es ging mir nicht so gut heute morgen.
Ist grad schwierig, weil alte Wunden aufbrechen.

Und seit ich nicht mehr rauche, atme ich zwar besser.
Aber die verschiedenen Gefühle, die ich über

Jahrzehnte "eingenebelt" und "verraucht" hatte,
wollen jetzt "ungefiltert" gefühlt werden.

Eine ziemliche Herausforderung für so ein tapferes
Mädchen wie mich.

Gestern ist mein Herz wieder und wieder in tausend
Stücke zerbrochen und mein restlicher Körper

schien über kurz oder lang aus dem Leim zu fallen.
Dann bin ich nach Feierabend ins Auto gesessen

und hab eine Runde geheult. Das hat gut getan.

Heute morgen hab ich meine Sachen zusammengepackt
für die Zugfahrt zu meinen Freunden.

Da es meistens zieht im Zug, habe ich immer einen
grossen Schal dabei. Heute wars der pinkige.

Schon als wir in Chur losfuhren, war es unangenehm kühl
im Abteil und die Dame, die nebenan sass, hatte zwar etwas

für über die Beine, aber nichts um die Schultern dabei.
"As isch mega chalt", meinte sie. Ich bot ihr meinen

Schal an, den sie freudig entgegennahm mit der Bemerkung,
das sei genau ihre Farbe.

Die Frau ihr gegenüber fing an, auch mitzuplaudern und
schon waren wir drei in einem sehr angenehmen

Gespräch über Gott und die Welt. Über Kneippkuren und
Schneemänner, über Stadtmenschen und die Geheimnisse

des Lugnezertals, über Gletscherschmelze und Depressionen.
Es war eine ausserordentliche Begegnung mit soviel

Offenheit und Tiefgang, soviel Freundlichkeit und Wärme;
soviel Gemeinsamem und soviel Humor.

Kurz vor Zürich legte die Dame den Schal auf den Knien zusammen
und scherzte:" Dä palti grad. Dä gfallt miar so guat."

"Jo, denn ghört är jetzt ihna", meinte ich und hab mich
so gefreut, dass meine Höhere Macht mir eine so

schöne Gelegenheit geschenkt hat.

"I bin d Brigitte. Und ma gseht sich immer zweimol."
So habe ich mich von Melanie und Simone versbschiedet.

Mein Herz hat ein Stück Heilung erlebt.


In tiefer Verbundenheit
Brigitte






Samstag, 21. September 2019 - 22:36 Uhr
Das Spiegelbild



Was transportiert mein Wesen, mein
Handeln und meine Mimik zu meinen Mitmenschen? Was nehmen sie wahr und wie wirke ich auf mein Gegenüber?

Seit einiger Zeit frage ich mich, ob ich das was ich zeige, auch der Wahrheit entspricht. Oder überspiele ich den Schmerz, die Trauer, den Frust ....usw?

Als Schmerzpatient habe ich gelernt, nicht zu sehr auf den Schmerz zu sehen. Ablenken, beschäftigen und einen geregelten Tagesablauf einhalten soll mir helfen alles leichter zu ertragen. Ist das richtig?

Meine Gefühle sind manchmal wirr. Und meistens bin ich nicht sehr achtsam mit mir selber. Besonders unlieb bin ich mit mir, wenn ich merke, dass ich von meinem Körper nicht mehr soviel erwarten kann.

Wenn ich es aber schaffe, anzuhalten wenn ich wirr oder unachtsam bin, kann ich lernen zu akzeptieren wie ich fühle. Reflektion MUSS dann sein. Mich selbst anschauen, fragen, in mich hinein hören.....wieso bin ich so? Somit gelingt es mir die Achtsamkeit zurück zuholen. Und meine Situation bejahend anzunehmen. Und DAS...finde ich sehr schwierig.

Jedoch...wenn ich es bejahend annehmen kann, ist es sehr befreiend. Und plötzlich gibt es eine ganz andere, wichtige Aufgabe für mich die ich mit Leichtigkeit erledigen kann.

Schwach sein ist nicht meine Stärke. Ich musste immer stark sein.
Dank Al-Anon bin ich am lernen, dass Schwach sein keineswegs schwach ist. Oft ist es sackstark, schwach zu sein.

Diese Strategie klappt nur selten, aber immer öfter. Und das zeigt mir, dass ich kleine, kleine Schritte vorwärts gehe. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich bin auf dem Weg zur Transparenz damit mein Spiegelbild wunderschön wird, farbenfroh und echt!

Ich danke meiner Sponsorin für ihre Unterstützung und Ermutigung.
Ich bin soo froh in einer Al-Anongruppe zu sein, die mich auffängt, weiterbringt und ermutigt.

In fröhlicher Verbundenheit
Corinne Al-Anon


Donnerstag, 19. September 2019 - 10:33 Uhr
Akzeptanz

Ich reise gerne und ich war eben auf einer 4 tägigen Reise.

Ich habe mein Innenleben mit wunderbaren Bildern aufgefüllt.

Die kann ich dann mal bei schlechteren Tagen hervorrufen und dankbar daran denken, was ich alles noch erleben darf.

Das wunderbare Blau sehe ich lieber im Meer als in meinem Kopf :-)))))))))))

Leider hatten wir einen rumpligen Kleinbuss und mein Körper hat sich in den Modus ll eingelockt. ( Liegen, laufen)

Ja, die heutigen GzT konnte ich gut gebrauchen.

Wir waren 15, mehrheitlich alte Personen. Da war Akzeptans angesagt.

Gleichzeitig erfüllte sich in mir eine tiefe Dankbarkeit, dass ich nicht so bin. Dies dank AA.

Ja, das Leben ist schön, mit allen Ecken und Kanten.

Es lohnt sich. heute das erste Glas stehen zulassen.

In AA Verbundenheit Jolanda


19. September
Akzeptanz

Wir haben zugegeben, dass wir mit unseren eigenen Kräften dem Alkohol gegenüber machtlos waren. Wir akzeptierten auch, dass die Abhängigkeit von einer Höheren Macht (und wenn es nur die AA ­Gruppe ist) dieses bis dahin unmögliche Unterfangen zustande bringen konnte. Zu dem Zeitpunkt, als wir diese beiden Tatsachen voll akzeptieren konnten, setzte die Befreiung vom Verlangen nach Alkohol ein.
Wie Bill es sieht, S. 117



Mittwoch, 18. September 2019 - 20:26 Uhr


Ich merke grad, dass ich keinen Bock mehr
auf Kompromisse habe.

Vorallem nicht auf faule.
Kompromisse.

Und ich habe gerade keinen Bock,
mich für meine Ansichten über Anstand und Respekt
rechtfertigen zu müssen.

Das fühlt sich neu an.
Das fühlt sich gut an.

In tiefer Verbundenheit
Brigitte


"Wenn ich heute vor die Wahl gestellt werde,
will ich mich für den Pfad entscheiden,

auf dem ich meine Selbstachtung steigern kann."

Mut zur Veränderung 27. April



"Ich lerne, ein erfülltes Leben zu leben,
eines, in dem ich mich als die Person,

die ich bin, mag und auf mich achte."

Die Herausforderung






Sonntag, 15. September 2019 - 22:47 Uhr




Es war "tippi toppi"

würde unser Freund W. sagen.

Ja das wars.
Sehr tippi toppi nämlich.

Unser Bettagsbummel heute.

Noch besser gehts gar nicht.
Da würde ich morgen gleich
nochmal hinkommen.

Um mit euch zu lachen und zu speisen,
Erfahrung, Kraft und Hoffnung zu teilen,

unter Gottes weitem blauen Himmelszelt,
im Schatten unter Bäumen von noch mehr

Genesung zu träumen und nach einem
Stück miteinander laufen uns in die Augen

schaun' und strahlend uns umarmen auf einen
guten Heimweg und ein fröhlich' Wiedersehn.

Danke dass ihr mir so einen wunderbaren
Bettag geschenkt habt.

In fröhlicher Verbundenheit
Brigitte



Foto: bei Freunden heute morgen
aus der Küche geschaut



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