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Sonntag, 21. Juli 2019 - 21:21 Uhr



Ich weiss grad nicht,
ob ich glücklich bin oder nicht.

Ich weiss auch nicht,
ob ich zufrieden bin oder nicht.

Da ist so eine komische Energie in der Luft;

etwas Neues,
etwas Anderes,
etwas Bekanntes oder
auch Unbekanntes,

immer wieder das Gefühl, orientierungslos zu sein

und doch im Innersten zu wissen, dass meine

Höhere Macht mich in Ihren Armen hält.


In tiefer Verbundenheit,
Brigitte





Samstag, 20. Juli 2019 - 14:10 Uhr
Was ist wichtig und... machs nicht kompliziert!



Schon bald werden mein Mann und ich in die Ferien verreisen. Ich sehe hohe Berge von Dingen die ich noch erledigen will.
Ich versetze meine Seele in ein sehr enges Gefäss und mein Körper reagiert. Mein operiertes Knie schwillt an, weil ich zuviel auf den Beinen bin. Und insgesamt, in dieser Schraubenbewegung abwärts, vergesse ich ganz; - freundlich mit mir zu sein.


Es gibt natürlich Aufgaben die erledigt werden müssen. Doch gilt es hier zu überlegen, was will ICH mir noch zusätzlich auftragen, was überhaupt nicht notwendig ist??

Dann verliere ich auch noch oft aus den Augen, weil ich es gewohnt war die ganze Verantwortung stets alleine zu tragen, dass mein Mann ja auch hier ist und mir helfen wird die Aufgaben zu erledigen. Dazu kommt noch, dass ER vieles überflüssig findet und mich somit bremst und zum nachdenken bringt....was ist wichtig und bitte Corinne, machs nicht kompliziert!!

Mir wird in dieser Zeit der Vorbereitung wieder schlagartig bewusst, dass mein alter Fahrplan mich überrollen will und mir den klaren Blick und die Perspektive rauben will.
Auch lebe ich nicht im heute, dafür zu sehr im Morgen.


Ich habe beschlossen, mir Wind unter die Flügel zu besorgen. Eine Thermik die mir Auftrieb und Überblick verschafft. Im Vertrauen dass meine höhere Macht mir den scharfen Blick zum Unterscheiden geben kann, lass ich los und gebe ab.
Dankbarkeit und innerer Frieden erfüllt mein Herz.
Ich schneide ab, was nicht wichtig ist und verspüre wie's leichter wird.

Nun....dass werde ich in den nächsten Tagen praktizieren müssen. Wenn es sein muss, stündlich. So dass ich von der Frosch-Perspetive zur Adler Perspektive wechseln kann und lerne die Sicht auf meine Probleme und Sorgen, aus einer gewissen Distanz zu betrachten.

Voller Dankbarkeit will ich in die Auszeit fliegen und grüsse euch Alle. Ich wünsche ein losgelöstes, freies Gedankengut um die Vogelperspektive lieben zu lernen.

Verbunden in Al-Anon, Corinne






Mittwoch, 10. Juli 2019 - 17:33 Uhr
Zeichnen mit Kulli


Zeichnen mit Kulli ist wie, dass Leben
furchtlos leben ohne Radiergummi.

Als ich das erstemal mit einem Kugelschreiber anfing einen simplen Apfel zu zeichnen, war ich unsicher, ob mein Papier reichen würde. Ich war überzeugt, dass ich x-mal einen neuen Versuch starten muss. Doch weit gefehlt.

Jeder gezogene Strich war unveränderlich und sichtbar. Nur durch mehr oder weniger Druck auf die Mine, sieht man ihn stärker oder feiner. Ich kann nichts radieren ohne die Zeichnung zu ruinieren. Im Gegensatz zum Blei - oder Farbstift.

Ich denke dabei an meine Spuren des Lebens. Meine Falten, Narben, Schwangerschaftsstreifen, meine Form, mein Verhalten...mein ICH.
Nichts von meiner Vergangenheit kann ich ändern. Ich kann sie als Lehrmeisterin akzeptieren und daraus lernen. Gefühle spüren und zulassen die mit ihr zusammenhängen, helfen mir, mit mir selber Frieden zu schliessen und mein ICH anzunehmen.

Heute kann der Mensch seine Hülle mit viel Geld, restaurieren. Doch...was passiert mit der Seele? Sie bleibt, wie der Strich mit dem Kulli wenn wir nicht den Mut besitzen, weitere Linien zu ziehen, zu vervollständigen bis das Bild vollkommen ist.

Versuche mal die Zeichnung heran zu zoomen und sieh das Durcheinander.....?!
Doch viele gezogene Linen mit viel oder mit weniger Druck ergeben am Ende, mit Distanz betrachtet, einen wunderbaren Apfel.

Schönheit ist für mich ein Gesicht dass vom Leben gekennzeichnet ist. Dieser Mensch kann etwas vom Leben erzählen. Und ich vermute mal, diese Seele hat Weisheit erlangt.


Ich wünsche euch mutige Striche, Worte und Taten und grüsse herzlichst

Corinne / Al-Anon

Mittwoch, 26. Juni 2019 - 11:41 Uhr
Schmetterlingsflügel 🦋



Der Kokon hatte bereits eine kleine Öffnung. Mehrere Stunden versuchte der Schmetterling sich durch dieses kleine Loch zu zwängen. Plötzlich schien es nicht mehr voran zu gehen. Es sah hoffnungslos aus.

Eine Frau entschied sich, dem armen Ding zu helfen. Sie schnippelte an der Öffnung herum, damit der Schmetterling ganz leicht heraus kommen konnte.

Das Insekt hatte einen geschwollenen Körper und kleine, zusammengeschrumpfte Flügel. Trotz dieses Anblicks, erwartete Sie, dass der Butterfly seine Flügel gleich vergrössern und ausdehnen würde, um loszufliegen. Nichts passierte!!

Der Schmetterling kroch mit seinem geschwollenen Körper und den unfertigen Flügeln am Boden herum und war nie fähig zu fliegen. Dazu stellte er noch ein gfundenes Fressen dar.

Was die Frau in ihrer Freundlichkeit und Ungeduld nicht verstand, war : dass der einengende Kokon und der Kampf den das Tierchen hatte, Gottesplan war um die Flüssigkeit aus seinem Körper in die Flügel zu zwingen damit die Flügel bereit wären, sobald es die Freiheit durch die Öffnung des Kokons erreicht hatte.

Oft sind Kämpfe genau das was wir in unserem Leben brauchen um voran zu kommen. Ohne Kämpfe würde es uns verkrüppeln und wir wären nicht so stark.

Mitten in der grossen Krise mit mir und meinem AA, liess ich mir voller Sehnsucht dieses Tattoo stechen. Mein Gedanke war...ich will abheben, wegfliegen, hab die Schnauze voll.


Erst viel später wurde mir bewusst, dass der Kampf in diesem Wunsch mit eingebettet war. Ich begriff und weiss heute, dass es Zeitverschwendung ist, sich zu fragen - warum funktioniert das Leben nicht einfacher für mich.

....DESHALB.....!!

Lernen zu Vertrauen, dass die Gedanken von Gott, nicht gegen dich sind, sondern, für Dich. Er will dich bereit machen für deine Bestimmung.


Aus mir und meinem Tiefpunkt ist die höhere Macht daran, etwas wunderbares zu formen. Ich stehe voll und ganz auf dem Trainingsplatz und bin es oft leid, dort sein zu müssen. Doch durch Akzeptanz dieser Umstände gebe ich Gottesplan, Raum an mir zu arbeiten. Ist das nicht ermutigend? Er liebt mich.


Kämpfe gehörten dazu, wie die Luft zum atmen, die Nahrung zum stärken des Körpers und jeder Herzschlag der einfach passiert.

Ich könnte nie fliegen!!

Mit ermutigenden Gedanken verbunden für meine und eure Kämpfe.

Corinne Al- Anon



Mittwoch, 19. Juni 2019 - 09:46 Uhr



"Vertrauen, Mut, Demut, Liebe, Geduld und
Zuversicht sind die Geschenke, die mir durch

den spirituellen Charakter des Al-Anon Programms
zuteil werden.

Solange ich nicht vergesse, dass die Dinge
zu der Zeit und auf eine Weise geschehen,

die Gott bestimmt, und wenn ich offen dafür bleibe,
dass Gott durch mich und andere wirkt,

sind die Tage angenehmer,
Probleme sind leichter lösbar

und ich lebe gelassener."

aus:"Wie wir es verstanden." Seite 21



Photo by Y.



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